DLT-V4 Bandlaufwerk S-ATA in Dell Poweredge T105

11. Oktober 2009

Heute möchte ich vom Einbau eines DLT-V4-Laufwerks und den damit verbundenen Tücken erzählen. Ich wollte ein Quantum DLT-V4 – Bandlaufwerk mit S-ATA-Anschluß in einen Dell Poweredge T105 – Server einbauen. Ich hatte schon einmal ein solches Laufwerk in einem Server “Marke Eigenbau” verbaut und dabei keine Probleme gehabt. Ich fand im Vorfeld auch keine Hinweise seitens Quantum auf mögliche Kompatibilitätsprobleme. Also ging ich davon aus dass S-ATA gleich S-ATA ist, was sich aber als Trugschluß erwies. Etwas stutzig wurde ich bereits als ich in der Laufwerksverpackung einen Zettel mit “!!ATTENTION!!” fand, in dem empfohlen wurde das Laufwerk an einem unabhängigen S-ATA-Anschluß zu betreiben und gleichzeitig einige S-ATA-Karten empfohlen wurden. Ich versuchte, da ich nun ohnehin keine S-ATA-Karte greifbar hatte, zunächst mein Glück am S-ATA-Port “D” des Dell-Mainboards. Es kam hier aber zu Problemen. NTBackup konnte das Medium nicht beschreiben und das Sage Dashboard von Quantum meldete “No supported Tape drive found”. Ich fand auf der Quantum-Website noch einen Hinweis zu prüfen, dass das Laufwerk nicht im PIO-Modus betrieben wird. Die Umstellung brachte aber auch keine Abhilfe. Auch ein Firmwareupgrade für das Laufwerk brachte nichts.
Ich musste nun also doch nach einer S-ATA-Karte Ausschau halten. Die auf der Liste in der Verpackung genannten Karten waren allerdings nicht mehr ganz aktuell. Ich konnte diese jedenfalls im Handel nicht mehr finden. Nach längerer Suche fand ich eine Karte mit Silicon Image Chipsatz Sil3114, die preislich auch akzeptabel war. Dieser Chipsatz war neben SIL3112 und SIL3124 auch auf der Liste genannt. Also habe ich diese gleich bestellt. Die weiteren auf der Liste angegebenen Karten Adaptec ASH 1205SA, SIIG SD-SATA3112-150R und Promise SATAII150 TX4 konnte ich im Handel nicht mehr finden. Nachdem ich auch noch einmal mit dem Quantum-Support gesprochen hatte, wurde mir erklärt dass die Liste auf Grund fehlender Aktualität von der Internetseite entfernt wurde. Seitens des Quantum-Supports wurden mir aber folgende kompatible Karten zusätzlich genannt: Adaptec 1220SA und 1225SA, Addonics ADSA3GPX1-2E, ADSA3GPX1-E und ADS3GX4R5-E. Von Adaptec gibt es auch einen Bericht zur Kompatibilität für 1220SA und 1225SA in welchem die Kompatibilität zum Quantum DLT-V4 bestätigt wird. Es finden sich bei Adaptec noch mehr Karten für die die Kompatibilität zum Quantum DLT-V4-Laufwerk bestätigt wird. Ich kann nun aber auch Kompatbilität der i-tec PCI SATA 150 RAID zum Quantum DLT-V4-Laufwerk bestätigen, denn mit dieser Karte funktioniert das Laufwerk einwandfrei.

Werbung 2.0 – Conrad.de nervt

22. September 2009

Der Elektronikversender Conrad Electronic setzt neuerdings eine ganz “pfiffige” Form der Werbung ein. Über gespeicherte Flashcookies werden auf den Werbebannern auf anderen Seiten die man besucht, die Produkte eingeblendet welche man sich bei Conrad angesehen hat. Das vermittelt mir irgendwie schon ein ungutes Gefühl, bezüglich Erstellung von Nutzerprofilen etc. Es ist zwar in der Online-Werbebranche wahrscheinlich Gang und Gäbe solche Nutzerprofile auch über Webseiten hinweg anzulegen. Wenn es einem aber auch noch so offensichtlich unter die Nase gerieben wird, nervt das schon etwas und irgendwie fühlt man sich fast so als hätte man die Kontrolle über den eigenen Rechner verloren. Die Flashcookies lassen sich nämlich auch nicht wie die normalen Cookies löschen, sondern werden in einem anderen Bereich gespeichert.
Der Speicherort unter Vista für die normalen Cookies ist: C:\Users\Benutzer\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Cookies, für die Flashcookies ist der Speicherort jedoch: C:\Users\Benutzer\AppData\Roaming\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects. Diesen Ordner muss man also leeren um der penetranten Werbeform zu entfliehen. Will man den Flash-Cookies zukünftig gänzlich den Garaus machen, geht das lustigerweise nicht über eine lokale Einstellung, sondern nur online. Hier den Regler ganz nach links ziehen und alle Häkchen rausnehmen.

Problem mit VMWare Server 2

03. September 2009

Ich suchte seit einiger Zeit eine Lösung für ein Problem mit VMWare Server. Der VMWare Web Access ließ sich nicht starten. Das Problem lag an dem VMWare Host Agent Dienst (hostd). Dieser Dienst konnte nicht gestartet werden und quittierte mit folgender Fehlermeldung: “Der Dienst “VMware Host Agent” wurde mit folgendem dienstspezifischem Fehler beendet: 4294967295 (0xFFFFFFFF).”.
Komplette Deinstallation und Neuinstallation brachte keine Lösung, obwohl ich auch alle VMWare-Einträge aus der Registry gelöscht hatte. Ich hatte allerdings übersehen, dass zahlreiche Einstellungen zu VMWare auch unter C:\Benutzer\All Users\ gespeichert werden. Darauf wurde ich durch den Artikel aufmerksam. Die XML-Datei datastores.xml unter C:\Users\All Users\VMware\VMware Server\hostd war nicht valide und diese verhinderte den erfolgreichen Start des VMWare Host Agent Dienstes. Nachdem ich die datastores.xml mit der datastores.xml.default ersetzt hatte, war das Problem behoben.
Unter C:\Users\All Users\VMware\VMware Server sind auch zahlreiche Logfiles zu finden, die Auskunft über Probleme geben können.

Windows Server 2008 – IIS 7 – phpmyAdmin

22. August 2009

Ich plane die Verlagerung meines internen Webservers von einem etwas in die Jahre gekommenen Windows Server 2003 (IIS6) auf einen virtualisierten Windows Server 2008 mit IIS7. Ich habe zusätzlich php und MySQL auf dem IIS installiert. PHP habe ich auf dem IIS7 als FastCGI-Modul eingebunden. Dazu habe ich das zip-Paket ohne Installer von php heruntergeladen und in ein Verzeichnis auf dem Windows Server 2008 entpackt. Dann über Handlerzuordnungen im IIS den Verweis auf php-cgi.exe für “*.php” als FastCGI-Module erstellt. Damit war php schon lauffähig.

Beim Übertragen der Datenbanken mittels phpmyAdmin vom alten auf den neuen Server bin ich dann über einen Fehler 500 auf dem IIS gestolpert. Da der Fehler immer nach ca. 30 Sekunden auftratt, lag die Vermutung eines Timeouts nahe. Ich habe dann zunächst in der php.ini den Parameter max_execution_time heraufgesetzt. Das hat den Fehler jedoch nicht behoben. Auch ein Heraufsetzen des Verbindungstimeouts im IIS hat keinen Erfolg gebracht. Nach einiger Recherche im Internet habe ich gelernt, dass es für das FastCGI-Modul einen Activity Timeout gibt. Dieser lässt sich über den IIS-Manager aber nur einstellen, wenn das Admin Pack für IIS 7 zusätzlich installiert ist. Ist das Admin-Pack nicht installiert muss man die IIS-Konfigurationsdateien direkt editieren.

Outlook 2007 Kontakt “Speichern unter”-Anzeige nicht korrekt

16. Juni 2009

Heute bin ich über ein merkwürdiges Verhalten von Outlook 2007 bei der Kontaktdarstellung gestolpert. Es gibt bei den Kontakten in Outlook ein Feld “Speichern unter” welches als Kontaktüberschrift genutzt wird und sich eigentlich frei definieren lässt. Gewünscht war eine Darstellung in der Form “Vorname Nachname (Firma)”. Dies funktionierte auch für die meisten Kontakte. Bei einigen Kontakten wurde die Darstellung jedoch in der Form “Vorname Nachname, Firma” angezeigt obwohl im Outlook-Kontakt-Dialog im Feld “Speichern unter” die Darstellung “Vorname Nachname (Firma)” gewählt war. Nachdem ich mir im Kontakt über “Alle Felder anzeigen” den Wert des Feldes “Speichern unter” angeschaut hatte, stellte ich fest dass dort die Form “Vorname Nachname, Firma” angezeigt wurde. Dieses merkwürdige Verhalten lies sich nicht auflösen. Die Form “Vorname Nachname (Firma)” wurde immer automatisch in “Vorname Nachname, Firma” umgewandelt. Letztendlich habe ich einen Workaround über einen Makro gefunden, der wie folgt funktioniert:

Zunächst ändert man das Feld “Speichern unter” auf einen beliebigen anderen Wert als “Vorname Nachname (Firma)” ab. Danach führt man folgenden Makro aus:

Sub Kontakt_seltsam()
Set myOlApp = Outlook.Application
If Not TypeName(myOlApp.ActiveInspector) = "Nothing" Then
myOlApp.ActiveInspector.CurrentItem.FileAs = "Vorname Nachname (Firma)"
myOlApp.ActiveInspector.CurrentItem.Save
End If

End Sub

Damit ist es mir gelungen den Wert des Feldes “Speichern unter” tatsächlich zu ändern.

Möglicherweise rührt der Fehler von einer Outlook-Einstellung bezüglich der Namensanzeige her, die bei der Erstellung gesetzt wird und dann nicht mehr ohne weiteres änderbar ist.

Outlook – Kontakt als ungelesen markieren

10. Juni 2009

Outlook verwendet bei Kontakten einen Schalter gelesen/ungelesen wie auch bei Mails. Wenn der Kontakt allerdings als gelesen markiert ist, gibt es keinen (mir bekannten) Weg dies über die Menüstruktur von Outlook wieder auf ungelesen zu ändern. Da mich ein Kunde fragte wie dies möglich sei, habe ich dazu einen kleinen VBA-Makro entworfen der dies erlaubt.

Ich habe dabei zwei Varianten gewählt, einmal für einzelne Kontakte und dann für einen ganzen Kontaktordner. Realisiert habe ich das Ganze unter Microsoft Office 2007. Abwärtskompatibilität habe ich nicht getestet.

Der Code für die Änderung in einem Kontaktordner lautet:

Sub Kontakt_ungelesen()

Set myOlApp = Outlook.Application
Set myNameSpace = myOlApp.GetNamespace("MAPI")
Set myFolder = _
myNameSpace.GetDefaultFolder(olFolderContacts)
Set myNewFolder = myFolder.Folders("Ungelesen_machen")
For I = 1 To myNewFolder.Items.Count
Set CurItem = myNewFolder.Items.Item(I)
CurItem.UnRead = True
CurItem.Save
Next

Hierbei muss man unterhalb seines Kontakteordners einen Unterordner mit Namen “Ungelesen_machen” erstellen. In diesen Ordner kopiert man alle Kontakt hinein, die ungelesen markiert werden sollen. Dann führt man den Makro aus und alle Kontakte in diesem Unterordner sind ungelesen. Wenn man die Kontakte dann wieder verschiebt (“Drag and Drop” oder “Cut and Paste”) bleibt die Ungelesen-Markierung erhalten. Erst wenn man einen Kontakt per Doppelklick öffnet wird er wieder als gelesen markiert.

Die Lösung für einen einzelnen Kontakt sieht wie folgt aus:

Sub Kontakt_ungelesen_Einzel()
Set myOlApp = Outlook.Application
If Not TypeName(myOlApp.ActiveInspector) = "Nothing" Then
myOlApp.ActiveInspector.CurrentItem.UnRead = True
End If

End Sub

Hierbei wird der Kontakt den man gerade geöffnet hat als ungelesen markiert.

Wenn man die Makros dann noch als Button in die Menüleiste integriert, ist die Steuerung auch recht komfortabel.

Ich hatte auch mit Formularen experimentiert, allerdings war mir das Manipulieren der Standardformulare etwas zu heikel. Das Verwenden benutzerdefinierter Formulare für bereits bestehende Einträge finde ich zu umständlich, daher war für mich die Makrolösung passend.

Über Sinn und Unsinn des Ganzen lässt sich bei Kontakten streiten. Über Filtern der Ansicht könnte man aber z. B. nur ungelesene Kontakte anzeigen um so z. B. einen Mitarbeiter auf neue oder zu überarbeitende Kontakte hinzuweisen.

Netgear ReadyNAS Duo Problem

08. Juni 2009

Heute stand ich vor einem Problem mit einem Netgear ReadyNAS Duo (RND2150). Das Gerät war nicht mehr erreichbar und auch nach einem Neustart kam ich nicht auf die Administrationsoberfläche. Das Gerät startete zwar und per Ping war es auch erreichbar, komischerweise zwar nur im lokalen Subnetz. Die Administration ist allerdings nur über eine Weboberfläche möglich und diese war nicht erreichbar. Auch das Netgear-Tool RAIDar konnte das Gerät nicht finden. Mehrfacher Neustart (per Strom an/Strom aus) brachte keine Lösung. Ich las dann im ReadyNAS-Forum etwas von RAM ein- und ausstecken und dachte dies wäre einen Versuch wert. Also das Gehäuse aufgeschraubt und den RAM ein- und ausgesteckt. Es ist hier übrigens ein SO-Dimm (wie im Laptop) verbaut. Danach konnte ich das Gerät endlich wieder erreichen, sowohl per Web als auch über RAIDar. Es stellte sich heraus das eine der beiden Festplatten ausgefallen war, bereits nach ca. 8 Monaten. Diese habe ich dann im laufenden Betrieb ausgetauscht. Das hat ohne Probleme funktioniert. Auf die Festplatte ist noch Garantie bis 2013 lautet Seagate-Website. Diese Garantie werde ich jetzt natürlich wahrnehmen.

Hyper-V – Festplatte vergrößen

27. Mai 2009

Ich habe einen Windows Server 2003 Standard unter Hyper-V virtualisiert um darauf dann einen WSUS-Server zu betreiben. Für die WSUS-Updates habe ich eine eigene virtuelle Festplatte vorgesehen, die als zweite virtuelle Festplatte in das System eingebunden ist. Bei der Größe hatte ich mich mit 40 GB etwas verschätzt. Nachdem ich die Updates (Englisch und Deutsch) heruntergeladen hatte, war die Festplatte schon fast voll. Ich dachte mir, dass es wohl kein Problem sein dürfte die virtuelle Festplatte zu vergrößern, da auf der physischen Festplatte noch jede Menge Speicher frei ist. So ganz problemfrei ist das unter Hyper-V aber doch nicht, sofern bereits Snapshots für das virtualisierte System erstellt sind. Die Snapshots muss man über “Snapshot-Unterstruktur löschen” zunächst entfernen. Es dauert eine Weile bis dies durchgelaufen ist. Eine eindeutige Meldung erhält man nicht, es wird bei der virtuellen Maschine lediglich ein Hinweis gezeigt, dass die Zusammenführung (was dem Löschen der Snapshotstruktur entspricht) läuft. Wenn dies abgeschlossen ist, kann man die virtuelle Festplatte vergrößern ohne Probleme mit dem Booten des Systems zu bekommen.
Das ist soweit ganz schön und gut. Allerdings wird die Partition auf der virtuellen Festplatte nicht vergrößert, man bekommt nur entsprechend freien Platz. Wenn man nun Windows Server 2003 als virtuelle Maschine verwendet gibt es keine Bordmittel um die Partition ohne Datenverlust anzupassen. Für mich bestand die Lösung darin, die virtuelle Festplatte kurzfristig in eine VM mit Windows Server 2008 einzubinden und dort die Partition zu erweitern. Die Festplatte habe ich dann wieder aus der Windows Server 2008 VM entfernt und in der Windows Server 2003 VM eingebunden. Das hat einwandfrei funktioniert.

Tobit David Zehn Virtualisierung

21. April 2009

Kürzlich habe ich eine Virtualisierung von Tobit David Zehn unter Microsoft Windows Server 2008 Hyper-V abgeschlossen. An und für sich ist die Virtualisierung hier keine große Sache. Ich habe eine virtuelle Maschine mit Windows Server 2003 erstellt und auf dieser David Zehn installiert. Dann habe ich mit den Server Migration Services for DvISE die Installation vom alten physikalischen Server auf den Hyper-V-Client umgezogen. Das Problem, dass sich bei der Virtualisierung stellt, ist die funktionsfähige Einbindung der ISDN-Kommunikationsdienste für David Zehn (Fax, Voicemail). Da Hyper-V keine PCI-Karten (wie AVM FritzCard) oder USB-Geräte unterstüzt, muss man eine andere Lösung wählen. Ich dachte zunächst an die LANCAPI von LANCOM. In der Tobit-Knowledgebase wird allerdings erwähnt, dass die LANCAPI nicht für den Fax-Port benutzt werden kann. Da die entsprechenden LANCOM-Geräte erst ab einem Preis von ca. 350 EUR starten, war mir diese Investition für einen wenig erfolgversprechenden Test zu hoch. Dann las ich allerdings, dass die Remote-CAPI von Funkwerk von Tobit getestet wurde und dieser volle Funktionsfähigkeit bescheinigt wurde. Der bintec R1200 ist die preisgünstigste Lösung von Funkwerk hierfür. Allerdings wird zusätzlichem zum eigentlichen Router auch noch eine Einschubkarte mit DSP-Modul benötigt oder man wählt gleich den R1200-VOIP mit integriertem DSP-Modul. Die Hardwareinvestionskosten liegen somit bei ca. 500-600 EUR. Infos von Funkwerk zur Tobit-Virtualisierung.

Faxversand und Faxempfang sowie Voicemail habe ich erfolgreich getestet. Beim Faxen wird der übliche Tobit-Faxkopf durch den Faxkopf des bintec-Gerätes überschrieben (Bianca-Fax).

Auf dem bintec-Gerät ist bei “Lokale Dienste” der CAPI-Server zu aktivieren und ggf. Username und Passwort zu ändern. Es empfiehlt sich auch die aktuelle Firmware einzuspielen. Bei “Physikalische Schnittstellen” habe ich unter ISDN-Ports in den “Erweiterten Einstellungen” auch .X31 aktiviert. Eine MSN-Konfiguration habe ich auf dem Router nicht vorgenommen. Wenn keine Konfiguration vorgenommen ist, werden alle Rufe an die Remote-CAPI weitergeleitet. Dies war in meinem Fall akzeptabel. Das David-System trifft dann die Entscheidung ob es einen Ruf annimmt.

Auf dem Hyper-V-Client ist die Funkwerk-Software zu installieren (Brickware) und dort Benutzername und Passwort für Remote-CAPI zu hinterlegen. Damit wird die Remote-CAPI auf dem System verfügbar. David Zehn erkennt die Remote-CAPI korrekt als ISDN-Port. Die Konfiguration in David Zehn ist dann identisch wie bei einer physikalischen ISDN-Karte.

Alles in allem also eine gute Lösung für die Virtualisierung von Tobit/David. Allerdings ist die Hardwareinvestition relativ hoch, zumindest für ein kleines System.

Apple IPhone 3G und Microsoft Exchange Server 2003

11. Februar 2009

Das Apple IPhone 3G erfreut sich im Business-Umfeld wachsender Beliebtheit. Dazu trägt maßgeblich die Unterstützung von Microsoft Exchange 2003 und 2007 mit Active-Sync-Technik bei. Die Active-Sync-Technik liefert ein Push-System für Elemente im Exchange-Postfach. Das heißt neue Element werden automatisch auf dem IPhone angezeigt ohne manuelles Synchronisieren mit dem Server. Diese Funktion war vor einiger Zeit vornehmlich von Blackberry-Geräten bekannt. Seit Exchange 2003 SP2 ist dies nun auch mit Windows Mobile – Geräten und eben neuerdings auch mit dem IPhone 3G möglich.

Bei 3 von mir betreuten Exchange-Servern auf Basis des Windows Small Business Server 2003 haben meine Kunden ein IPhone zur Synchronisierung mit dem Exchange-Postfach erworben. Der Zugriff des IPhones läuft wie bei Outlook Web Access über die IIS-Komponente des Exchange-Servers. Prinzipiell ist die Einrichtung sehr einfach. Wenn Outlook Web Access bereits für den Zugriff von außen konfiguriert ist, sollte für die Einrichtung des IPhones kein zusätzlicher Aufwand nötig sein, außer der Freischaltung von Outlook Mobile Access und Direct Push. Dies ist einmal generell für den Server einstellbar, unter Globale Einstellungen -> Mobile Dienste. Außerdem ist es auch pro Benutzer aktivierbar bzw. deaktivierbar. In der Standardeinstellung sind diese Dienste bei aktiviertem Outlook Web Access allerdings bereits aktiviert.

Auf dem IPhone ist Benutzername, Passwort, Domäne und die vom Internet erreichbare Adresse des Servers einzugeben. Dies sind exakt die Daten die auch für den Zugriff auf Outlook Web Access notwendig sind. Damit sollte der Zugriff möglich sein.

Bei kleinen Installationen ist bei Windows Mobile – Geräten oft das nicht offiziell signierte Zertifikat eine gewisse Hürde. Dies muss auf den Windows Mobile – Geräten zunächst importiert werden, damit diese die Verbindung mit dem Server aufnehmen. Das IPhone 3G ist hier kulant und bietet an ein nicht offiziell signiertes Zertifikat zu akzeptieren.

Aus meiner Erfahrung bei den bisherigen Einrichtungen, kann ich sagen, dass zwar prinzipiell alles ganz einfach ist. Trotzdem gibt es manchmal Probleme, weil z. B. auf dem Exchange-Server doch eine Einstellung, z. B. im IIS, nicht korrekt ist. Die Fehlermeldungen des IPhone sind hier nicht sehr aussagekräftig. Für mich hat es sich bei Problemen als sehr hilfreich erwiesen, das Active-Sync-Verzeichnis auf dem Server mit einem normalen Browser anzusprechen. Wenn hier alles korrekt funktioniert wird Benutzername und Kennwort verlangt. Wenn es zu dieser Abfrage nicht kommt, weiß man das etwas nicht stimmt. Zudem wird dann meist noch ein HTTP-Fehlercode angezeigt der oft recht aufschlussreich ist.
Die Adresse zum Zugriff lautet: https://oeffentlicheAdressedesServers.tld/Microsoft-Server-ActiveSync

Alles in Allem denke ich, dass Apple hier ein geschickter Schachzug gelungen ist um sich Business-Kunden im Microsoft-Umfeld zu erschließen. Die Implementierung des Exchange-Clients scheint stabil und schnell zu sein.

Die Apple-Checkliste für den Exchange-Client des IPhone